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Erstgespräch

Sichtbarkeit und SEO

Digitale Sichtbarkeit deines Betriebs prüfen und gezielt steigern

Digitale Sichtbarkeit beschreibt, wie leicht dich jemand findet, der online nach deinem Namen oder deinem Angebot sucht, bei Google, in Google Maps, in KI-Antworten wie ChatGPT und auf Plattformen wie Instagram oder LinkedIn. Du steigerst sie, indem du zuerst prüfst, wo du heute auftauchst, und dann die Lücken schließt, angefangen bei Website und Google-Unternehmensprofil.

Michael FeikeVeröffentlicht aktualisiert 5 Minuten Lesezeit

Ein Mann im Anzug geht mit Aktentasche durch einen Gang aus Lichtstreifen.
KI-generiert

Ein Kunde hört von dir, gibt deinen Namen bei Google ein und findet ein altes Profil mit zwei Bewertungen und eine Website, die auf dem Handy ewig lädt. Ein anderer sucht nach deiner Leistung in deiner Stadt und findet nur die Konkurrenz. Beides ist eine Frage der digitalen Sichtbarkeit. Bevor du Geld ausgibst, um die Sichtbarkeit zu steigern, kannst du selbst prüfen, wo deine digitale Präsenz heute auftaucht und wo nicht.

Was digitale Sichtbarkeit bedeutet

Digitale Sichtbarkeit heißt, dass dich Leute finden, die online nach dir oder nach dem suchen, was du anbietest. Dabei lohnt es sich, zwei Fälle zu trennen.

Der erste ist die Suche nach deinem Namen. Jemand hat von dir gehört, vielleicht durch eine Empfehlung, und will sich ein Bild machen. Hier geht es darum, dass er dich findet und einen guten Eindruck bekommt.

Der zweite ist die Suche nach deinem Angebot, etwa “Steuerberater Handwerk Cottbus” oder “Industriereinigung Brandenburg”. Hier kennt dich der Suchende noch nicht, und du trittst gegen alle an, die dasselbe anbieten. Das ist der Teil, der neue Kunden bringt, und er ist schwieriger.

Präsenz und Sichtbarkeit klingen ähnlich, meinen aber Verschiedenes. Präsenz ist alles, was du online hast, Website, Profile, Einträge. Ob dich damit auch jemand findet, ist die Sichtbarkeit.

Wo dich Kunden heute finden können

Google ist heute nur einer von mehreren Orten, an denen dich jemand findet. Hier steht, wo Kunden suchen und was du dort jeweils brauchst.

Ort Wer dort sucht Was du dafür brauchst
Google-Suche Leute mit einer konkreten Frage oder einem Bedarf eine Website mit eigenen Seiten zu jeder Leistung
Google Maps und Unternehmensprofil Kunden aus deiner Region vollständige Angaben, Fotos, Bewertungen
KI-Antworten (ChatGPT, Google AI Overviews) Leute, die ganze Fragen stellen Inhalte, die Fragen klar beantworten, und Erwähnungen auf anderen Seiten
Bewertungsportale und Branchenverzeichnisse Kunden, die Anbieter vergleichen überall dieselben Angaben, aktuelle Bewertungen
Instagram, LinkedIn und Co. Leute, die stöbern oder sich informieren regelmäßige Beiträge
Fachportale, Verbände, Lokalpresse Fachpublikum und Nachbarschaft Erwähnungen und Links

Die KI-Antworten sind der jüngste Ort in dieser Liste. Wer bei ChatGPT fragt, welcher Anbieter in seiner Region empfehlenswert ist, bekommt einige Namen genannt, und wer darin fehlt, kommt in diesem Gespräch nicht vor. Wie Inhalte aufgebaut sein müssen, damit KI-Systeme sie aufgreifen können, steht auf der Seite zu GEO, Sichtbarkeit in ChatGPT und Co..

Deinen Stand in fünf Suchen prüfen

Für einen ersten Eindruck brauchst du kein Werkzeug, das Geld kostet. Nimm dir eine Stunde, öffne ein privates Browserfenster, damit deine eigenen Suchen das Ergebnis nicht färben, und notier dir bei jedem Punkt, was du findest.

  1. Deinen Firmennamen googeln. Schau, ob deine Website ganz oben steht und ob Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten im Profil daneben stimmen. Achte auch auf alte Einträge oder fremde Seiten mit falschen Angaben.
  2. Deine wichtigste Leistung mit Ort googeln. Zum Beispiel “Dachdecker Frankfurt (Oder)”. Schau, ob du in der Kartenansicht und in den Ergebnissen darunter vorkommst und wer vor dir steht.
  3. ChatGPT oder Perplexity fragen. Frag so, wie ein Kunde fragen würde, etwa nach einem guten Anbieter für deine Leistung in deiner Region. Die Antworten ändern sich von Mal zu Mal, deshalb lohnt es sich, die Frage zwei oder drei Mal zu stellen.
  4. In die Search Console schauen. Im Bericht “Leistung” siehst du, für welche Suchbegriffe deine Seiten angezeigt und wie oft sie angeklickt werden. Viele Impressionen bei wenigen Klicks können darauf hindeuten, dass Title und Beschreibung im Suchergebnis nicht zum Klicken einladen, vor allem wenn die Seite schon auf der ersten Ergebnisseite steht.
  5. Die Statistik im Unternehmensprofil öffnen. Google zeigt dir dort, wie oft dein Profil gesehen wurde und wie viele Anrufe, Routenplanungen und Website-Klicks daraus kamen.

Wer den Verlauf über längere Zeit sehen will, findet im Sichtbarkeitsindex von Sistrix eine Kurve für die eigene Domain. Das Werkzeug ist allerdings kostenpflichtig, für den ersten Durchgang reichen die fünf Suchen oben.

Eine Frau sitzt am Schreibtisch und wertet am Bildschirm die Zahlen zur Sichtbarkeit ihres Betriebs aus.

Lücken schließen, vom Fundament nach außen

Was du bei den fünf Suchen gefunden hast, ist deine Liste. Arbeite sie von innen nach außen ab, denn alles, was weiter außen liegt, führt am Ende wieder auf deine Website.

  1. Website. Jede Leistung bekommt eine eigene Seite, die Website lädt auf dem Smartphone schnell, und Google kann alle wichtigen Seiten finden. Was das im Einzelnen heißt, steht im Beitrag Website-Sichtbarkeit verbessern.
  2. Google-Unternehmensprofil. Google nennt vollständige und korrekte Angaben selbst als einen Punkt, mit dem du in der lokalen Suche besser abschneiden kannst. Kategorien, Leistungen, Fotos und Antworten auf Bewertungen gehören dazu.
  3. Einheitliche Angaben. Name, Adresse und Telefonnummer stehen in Verzeichnissen, auf Bewertungsportalen und in Social-Media-Profilen genauso wie auf der Website. Abweichungen machen es Google und KI-Systemen schwerer, die Einträge dir zuzuordnen.
  4. Inhalte, die Fragen beantworten. Die Fragen, die dir Kunden am Telefon stellen, sind die besten Themen für Ratgeber und FAQ. Welche Formate sich lohnen, steht im Beitrag Content-Formate für mehr Sichtbarkeit.
  5. Erwähnungen auf anderen Seiten. Ein Eintrag bei deiner Kammer oder deinem Verband, ein Partnerlink von einem Lieferanten, ein Bericht in der Lokalzeitung. Solche Erwähnungen können bei Google helfen, und sie gehören zu den Quellen, aus denen KI-Systeme ihre Antworten zusammenstellen.
  6. Social Media als Verstärker. Instagram oder LinkedIn tragen deine Inhalte zu Leuten, die gerade nicht suchen. Die Reichweite gehört dort allerdings der Plattform, deshalb sollten die Beiträge auf deine Website verweisen.

Woran du merkst, dass es wirkt

Follower und Likes sagen wenig darüber, ob jemand bei dir anruft. Mehr verraten drei Zahlen, die du umsonst bekommst.

Die erste sind Impressionen und Klicks in der Search Console, getrennt nach Suchanfragen mit deinem Namen und ohne. Steigen die Klicks ohne deinen Namen, finden dich Leute, die dich vorher nicht kannten. Die zweite ist die Statistik im Unternehmensprofil mit Anrufen und Routenplanungen. Die dritte sind die Anfragen selbst, zusammen mit der Antwort auf die Frage, wie der Kunde auf dich gekommen ist.

Wiederhol die fünf Suchen von oben einmal im Quartal und leg die Notizen nebeneinander. Bricht die Sichtbarkeit dabei plötzlich ein, hilft der Beitrag Sichtbarkeitsverlust bei Google beheben bei der Ursachensuche.

Wie oft du Profil und Bewertungen anfasst

In der Google-Hilfe stehen aktuelle Fotos und Antworten auf Rezensionen bei den Tipps für das Unternehmensprofil. Praktischer als ein Kalendertermin ist ein Anlass. Nach jedem abgeschlossenen Auftrag kommt ein Foto ins Profil, und jede neue Bewertung bekommt eine Antwort, solange du dich noch an den Kunden erinnerst.

Bei Website, Inhalten und Erwähnungen von außen kann ich dir Arbeit abnehmen, die Übersicht dazu findest du unter meinen Leistungen. Die abhakbare Fassung dieses Beitrags findest du in der Checkliste digitale Sichtbarkeit.

Häufige Fragen

Was ist digitale Sichtbarkeit?

Digitale Sichtbarkeit beschreibt, wie leicht ein Unternehmen online gefunden wird, wenn jemand nach seinem Namen oder seinem Angebot sucht. Dazu zählen die Google-Suche, Google Maps, KI-Antworten, Bewertungsportale und Social Media.

Was ist der Unterschied zwischen digitaler Präsenz und digitaler Sichtbarkeit?

Präsenz heißt, dass es dich online gibt, mit Website, Profilen und Einträgen. Sichtbar bist du erst, wenn dich darüber auch jemand findet, der nach deiner Leistung sucht.

Was ist der Unterschied zwischen Sichtbarkeit und Reichweite?

Reichweite zählt, wie viele Leute deine Beiträge oder Anzeigen zu sehen bekommen, auch ohne dass sie etwas suchen. Sichtbarkeit heißt, dass du auftauchst, wenn jemand nach deinem Namen oder deiner Leistung sucht und damit schon einen Bedarf hat.

Helfen Bewertungen bei der Sichtbarkeit?

Ja, vor allem in der lokalen Suche. Laut Google fließen Anzahl und Bewertung der Rezensionen mit ein, wenn es einschätzt, wie bekannt ein Unternehmen ist. Und deine Kunden lesen vor der Anfrage, was andere über dich schreiben.

Wie komme ich mit meinem Betrieb in Google Maps?

Über ein Google-Unternehmensprofil. Du legst es unter business.google.com an, bestätigst es auf dem Weg, den Google dir anbietet, und trägst Kategorie, Adresse, Öffnungszeiten und Fotos ein. Danach kann dein Betrieb in Maps und neben den Suchergebnissen erscheinen.

Wie mache ich meine Website bekannt?

Verweis überall auf sie, wo du ohnehin auftauchst, im Unternehmensprofil, in deinen Social-Media-Profilen, in der E-Mail-Signatur und auf Angeboten. Dazu kommen Einträge bei Kammer, Verband und Partnern mit Link auf deine Website. So finden Besucher und Google den Weg zu dir.

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