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Erstgespräch

Sichtbarkeit und SEO

SEO im Mittelstand, Schritt für Schritt zum besseren Google-Ranking

SEO im Mittelstand heißt, die eigene Website so aufzustellen, dass sie bei Google für die Begriffe auftaucht, nach denen die eigenen Kunden suchen. Eine sinnvolle Reihenfolge ist erst die Technik, dann die Seiten, über die Anfragen reinkommen, dann das Google-Unternehmensprofil und danach neue Inhalte.

Michael FeikeVeröffentlicht aktualisiert 4 Minuten Lesezeit

Ein Unternehmer arbeitet im Büro an der Suchmaschinenoptimierung seiner Website.
KI-generiert

Du weißt, dass deine Kunden dich bei Google suchen, aber deine Website taucht erst auf Seite zwei auf, oder gar nicht. Eine eigene Marketingabteilung hast du nicht, und wer sich bei dir um die Website kümmert, macht das nebenbei. Dieser Beitrag zeigt dir, womit du anfängst und in welcher Reihenfolge du dein Google-Ranking verbesserst.

Was heißt SEO für einen Betrieb ohne Marketingabteilung?

Vor allem, dass du Prioritäten setzen musst. Du kannst nicht alles gleichzeitig machen, also fängst du dort an, wo wenig Aufwand am meisten bewegt. Ob sich SEO für dich überhaupt lohnt und wie es sich zu Werbung verhält, steht im Beitrag Warum SEO wichtig ist. Hier geht es um das Wie.

Ein Hinweis zu den Begriffen. Suchmaschinenmarketing im Mittelstand umfasst SEO und bezahlte Anzeigen bei Google. Dieser Beitrag behandelt den unbezahlten Teil, also SEO.

Womit fängst du an?

Mit der Google Search Console. Sie ist kostenlos und zeigt dir, für welche Suchbegriffe deine Seiten auftauchen, wie oft sie angeklickt werden und welche Seiten Google gar nicht im Index hat. Diese Zahlen sind deine Ausgangslage für alles Weitere.

Danach gehst du in dieser Reihenfolge vor:

  1. Technik. Ladezeit auf dem Smartphone, Seiten, die nicht im Index sind, doppelte Inhalte unter mehreren Adressen, kaputte Weiterleitungen. Solange hier etwas klemmt, bringt guter Text deutlich weniger.
  2. Die Seiten, die verkaufen. Leistungs- und Produktseiten zuerst, Blogartikel später. Auf jeder steht klar, was du machst, für wen und in welcher Region, in den Worten, die deine Kunden selbst benutzen.
  3. Google-Unternehmensprofil. Wenn du regional arbeitest, gehört das dazu. Vollständige Angaben, aktuelle Fotos und Antworten auf Bewertungen.
  4. Inhalte. Ratgeber und FAQ zu den Fragen, die dir Kunden am Telefon stellen.
  5. Erwähnungen von außen. Ein Eintrag im Mitgliederverzeichnis deiner Innung, ein Link von einem Lieferanten, mit dem du lange zusammenarbeitest, ein Bericht in der Lokalzeitung.

Eine Frau plant am Besprechungstisch Maßnahmen für die Suchmaschinenoptimierung.

Wie verbesserst du dein Google-Ranking Seite für Seite?

Für jede Seite gilt dasselbe Prinzip. Überleg dir, welche Frage jemand hat, der auf dieser Seite landet, und beantworte sie in den ersten Sätzen. Danach kommen die Details.

  • Ein Suchbegriff pro Seite. Wenn zwei Seiten auf denselben Begriff zielen, konkurrieren sie miteinander. Leg sie zusammen und leite die alte Adresse weiter.
  • Suchabsicht treffen. Wer “Steuerberater Handwerk Leipzig” sucht, will einen Ansprechpartner und keinen Fachartikel. Wer “Was ist E-Rechnung” sucht, will eine Erklärung. Schau dir an, was bei Google heute oben steht, dann weißt du, was erwartet wird.
  • Title und Description. Der Title ist die blaue Zeile in den Suchergebnissen. Der Suchbegriff gehört nach vorn, dazu ein Grund zum Klicken.
  • Interne Links. Verlinke von deinen Ratgebern auf die passenden Leistungsseiten und umgekehrt. So versteht Google, welche Seite wofür zuständig ist.
  • Erfahrung zeigen. Google bewertet unter dem Stichwort E-E-A-T, ob ein Inhalt von jemandem mit echter Erfahrung kommt. Nenn dich als Autor, schreib, was du aus deinen Aufträgen weißt, und mach Impressum und Kontakt leicht auffindbar.

Für die Arbeit reichen am Anfang wenige Werkzeuge:

Werkzeug Wofür
Google Search Console Suchbegriffe, Klicks, Indexierung, Fehler
PageSpeed Insights Ladezeit auf dem Smartphone
Screaming Frog technischer Crawl der Website (kostenlose Version verfügbar)
Sistrix Sichtbarkeit im Verlauf, Wettbewerber, Suchbegriffe (kostenpflichtig)

Womit verspielst du Rankings?

  • Gekaufte Links. Google führt sie in den Spam-Richtlinien ausdrücklich als Link-Spam. Im schlimmsten Fall gibt es eine manuelle Maßnahme, und das Aufräumen kann teurer werden als der Aufbau.
  • Massenhaft KI-Texte ohne Prüfung. Sie sagen dasselbe wie die Seiten der Konkurrenz und bringen dir deshalb wenig.
  • Mehrere Seiten zum selben Thema. Dann weiß Google nicht, welche gemeint ist, und im Zweifel rankt keine richtig.
  • Relaunch ohne Weiterleitungen. Wenn alte Adressen ins Leere laufen, gehen die Rankings dieser Seiten verloren.
  • Nach der Umsetzung nicht mehr hinschauen. Google ändert regelmäßig, wie es Seiten bewertet, und die Konkurrenz arbeitet auch an ihren Seiten.

Wenn die Sichtbarkeit plötzlich einbricht, hilft der Beitrag Sichtbarkeitsverlust bei Google beheben.

Wie misst du, ob es funktioniert?

Schreib dir zu Beginn auf, wo du stehst. Für welche Begriffe du auftauchst, wie viele Klicks über Google kommen und wie viele Anfragen über die Website. Ohne Ausgangswert kannst du später nicht sagen, was die Arbeit gebracht hat.

Danach reicht ein fester Rhythmus. Einmal im Monat in die Search Console schauen, Klicks und Suchbegriffe vergleichen, technische Fehler prüfen. Einmal im Quartal überlegen, ob die Reihenfolge noch stimmt. Und frag neue Kunden, wie sie dich gefunden haben, denn das zeigt dir auch die Wege, die kein Werkzeug erfasst.

Infografik zu SEO-Erfolg im Mittelstand

Wie hältst du durch, wenn die Zeit knapp ist?

Wenn SEO im Mittelstand wenig bringt, liegt es manchmal an fehlender Zeit. Kümmert sich jemand nebenbei um die Website, kommt SEO dran, wenn gerade Luft ist. Wer nach wenigen Monaten aufhört, sieht die Wirkung vielleicht gar nicht mehr.

Plan deshalb lieber wenig, aber fest ein. Zwei Stunden im Monat für die Search Console und eine Seite, die du verbesserst, bringen mehr als ein großer Aufschlag, der danach einschläft. Ich hab SEO auch für WBS Training gemacht, mit Filialen in ganz Deutschland. Bei einem Betrieb mit einem Standort ist es weniger Arbeit, die Reihenfolge oben bleibt aber dieselbe. Wenn du das abgeben willst, steht auf der Seite SEO für Unternehmen, wie ich das umsetze.

Häufige Fragen

Brauche ich für SEO einen Blog?

Nein, nicht als Erstes. Wichtiger sind Leistungsseiten, die klar sagen, was du machst und wo. Ratgeber lohnen sich, wenn deine Kunden vor dem Kauf Fragen googeln, die du aus deiner Arbeit beantworten kannst.

Kann ich SEO selbst machen?

Ja, die Grundlagen schon. Search Console einrichten, Angebotsseiten verbessern und das Unternehmensprofil pflegen schafft man mit etwas Einarbeitung selbst. Bei Technik, Weiterleitungen und größeren Umbauten lohnt sich jemand, der das jeden Tag macht.

Was ist E-E-A-T?

E-E-A-T steht für Experience, Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness, also Erfahrung, Fachwissen, Autorität und Vertrauenswürdigkeit. Google nutzt die Begriffe in seinen Richtlinien, nach denen die Qualität von Suchergebnissen bewertet wird.

Darf ich SEO-Texte mit KI schreiben?

Ja, Google verbietet KI-Texte nicht. Es kommt darauf an, ob der Text hilft. Ein ungeprüfter KI-Text ohne eigene Erfahrung bringt dir wenig, weil er dasselbe sagt wie die Seiten der Konkurrenz.

Ist SEO für B2B anders als für B2C?

Ja, in der Umsetzung. Im B2B kann die Zahl der Suchenden kleiner sein, dafür kennen sie sich besser aus, und bis zur Anfrage vergeht mehr Zeit. Da helfen ausführliche Fachartikel. Im B2C zählen eher Produkt- und Kategorieseiten und die lokale Suche.

Wie viele Backlinks braucht meine Website?

Eine feste Zahl gibt es nicht. Ein Link aus dem Verzeichnis deiner Innung oder von einem langjährigen Lieferanten passt zu deinem Betrieb und kann mehr bringen als viele Links von Seiten, die mit deinem Thema nichts zu tun haben.

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