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Erstgespräch

Sichtbarkeit und SEO

Website-Sichtbarkeit verbessern an Technik, Inhalten und internen Links

Um die Sichtbarkeit deiner Website zu verbessern, setzt du an drei Stellen an. Technisch muss Google alle wichtigen Seiten finden und schnell laden können, inhaltlich braucht jedes Thema genau eine Seite mit einem klaren Title, und über interne Links zeigst du, welche Seiten zusammengehören und welche dir wichtig sind.

Michael FeikeVeröffentlicht aktualisiert 5 Minuten Lesezeit

Leuchtende orange Stufen steigen vor dunklem Hintergrund nach rechts an.
KI-generiert

Deine Website ist seit Jahren online, aber bei Google taucht sie kaum auf, und die Sichtbarkeit deiner Domain bewegt sich seit Monaten nicht. Wenn du die Sichtbarkeit deiner Website verbessern willst, gibt’s drei Stellen, an die du selbst rankommst, die Technik, die Inhalte und die internen Links. Um genau diese SEO-Maßnahmen geht’s hier.

Wie SEO als Ganzes in einem Betrieb ohne Marketingabteilung abläuft, mit Unternehmensprofil und Erwähnungen von außen, steht im Beitrag SEO im Mittelstand. Ist die Sichtbarkeit plötzlich eingebrochen, hilft der Beitrag Sichtbarkeitsverlust bei Google beheben.

Was die Sichtbarkeit einer Website ausmacht

Sichtbar ist eine Website, wenn sie bei Google für die Suchbegriffe erscheint, nach denen ihre Kunden suchen, und zwar weit genug oben, dass jemand klickt. Zwei Werkzeuge zeigen dir, wo du stehst.

Die Google Search Console ist kostenlos und zeigt dir für jede Seite, wie oft sie in den Suchergebnissen angezeigt und wie oft sie angeklickt wurde. Für deine eigene Website ist sie die genaueste Quelle, über die Konkurrenz erfährst du dort allerdings nichts.

Für SEO arbeite ich mit Sistrix. Der Sichtbarkeitsindex dort rechnet die Rankings deiner Domain für sehr viele Suchbegriffe in eine Zahl um, damit siehst du, wie du gegen die Konkurrenz dastehst. Bei einer kleinen Website kann die Zahl klein sein und stark springen, da sagt dir die Search Console mehr.

Technik, damit Google deine Seiten findet

Bevor Google eine Seite zeigen kann, muss es sie finden, abrufen und in den Index aufnehmen. Hakt es dabei, hilft der beste Text wenig. Die Grundlagen beschreibt Google selbst in den Google Search Essentials.

Prüfpunkt Wo du ihn prüfst
Alle wichtigen Seiten sind im Index Search Console, Bericht “Seiten”
Keine wichtige Seite steht auf noindex oder ist in der robots.txt gesperrt Search Console, URL-Prüfung
Eine aktuelle XML-Sitemap ist eingereicht Search Console, Bericht “Sitemaps”
Die Website lädt auf dem Smartphone schnell PageSpeed Insights
Jede Seite ist nur unter einer Adresse erreichbar, mit HTTPS und einheitlich mit oder ohne “www” Browser und Screaming Frog
Alte Adressen leiten mit einer 301-Weiterleitung auf die passende neue Seite Screaming Frog, Liste der alten URLs

Am meisten verrät dir der Bericht zur Seitenindexierung. Steht dort eine Leistungsseite unter “Nicht indexiert”, ist das der erste Punkt auf deiner Liste, vor allem anderen in diesem Beitrag.

Nach einem Relaunch lohnt sich ein zweiter Blick auf die Weiterleitungen. Laufen alte Adressen ins Leere, kann die neue Website die Rankings der alten nicht übernehmen, und Links von anderen Seiten zeigen auf eine Fehlerseite.

Eine Frau steht am Schreibtisch, schaut auf die Auswertung ihrer Website und macht sich Notizen.

Inhalte, die zu den Suchanfragen passen

Bei den Inhalten zählt, dass jede Seite eine klare Aufgabe hat. Das Grundprinzip, also ein Suchbegriff pro Seite, der Begriff vorne im Title und bestehende Seiten vor neuen, steht im Beitrag SEO im Mittelstand. Hier geht es darum, wie du in der Search Console findest, wo es bei deiner Website hakt.

  1. Konkurrierende Seiten finden. Öffne in der Search Console den Bericht “Leistung”, wechsle auf den Tab “Suchanfragen” und klick einen deiner wichtigen Begriffe an. Im Tab “Seiten” siehst du dann, welche deiner Adressen für diesen Begriff angezeigt werden. Stehen dort zwei, teilen sie sich den Begriff. Geh so deine zehn wichtigsten Suchbegriffe durch.
  2. Entscheiden, welche Adresse bleibt. Behalten wird die Seite, die das Thema besser trifft, und bei Gleichstand die mit mehr Klicks über die letzten zwölf Monate. Ob andere Websites auf eine der beiden verlinken, zeigt dir der Bericht “Links”. Die Inhalte der schwächeren Seite wandern in die stärkere, die alte Adresse bekommt eine 301-Weiterleitung, und interne Links stellst du auf die neue Adresse um.
  3. Suchergebnisse finden, die nicht ziehen. Blende im Bericht “Leistung” die Spalten für Klickrate und Position ein und sortier die Seiten nach Impressionen. Seiten, die schon auf der ersten Ergebnisseite stehen und trotzdem kaum angeklickt werden, sind die Kandidaten für einen neuen Title und eine neue Description.
  4. Das Wichtigste nach oben. Lies die ersten drei Sätze jeder Leistungsseite so, als kämst du gerade von Google. Steht dort noch nicht, was du anbietest und für wen, gehört das nach oben.
  5. Veraltetes aufräumen. Artikel mit alten Jahreszahlen, Angeboten, die es nicht mehr gibt, und dünne Seiten ohne eigenen Inhalt aktualisierst du, legst sie zusammen oder nimmst sie mit Weiterleitung vom Netz.

Interne Links sind die Links von einer deiner Seiten auf eine andere. Steht in deinem Ratgeber übers Bad ein Link “Mehr zur Badsanierung” auf deine Leistungsseite, sieht Google, dass die beiden zusammengehören, und der Leser landet gleich da, wo er anfragen kann.

  • Eine klare Ordnung. Von der Startseite geht es zu den Leistungsseiten, von dort zu den Ratgebern. Jede wichtige Seite ist mit wenigen Klicks von der Startseite aus erreichbar.
  • Linktexte, die das Ziel nennen. Ein Link mit dem Text “hier” sagt weder Google noch dem Leser, wohin er führt. Google beschreibt das in seinen Hinweisen zu Links.
  • Keine verwaisten Seiten. Eine Seite, auf die kein interner Link zeigt, findet Google schwer und Besucher kaum. Screaming Frog zeigt dir solche Seiten, wenn du die Sitemap mit dem Crawl abgleichst.
  • Keine Links auf Weiterleitungen. Nach einer Zusammenlegung zeigen interne Links direkt auf die neue Adresse, damit Google und Besucher keinen Umweg nehmen.

Was Google sonst noch auf deiner Seite liest

Deine Firmendaten kannst du Google zusätzlich in einer festen Form mitgeben, als strukturierte Daten nach Schema.org. Da steht dann für Maschinen lesbar drin, wie dein Betrieb heißt, wo er sitzt, wie man ihn anruft und wann er offen hat. Ob das richtig eingebaut ist, siehst du im Schema Markup Validator.

Bei Bildern schaut Google auf den Alt-Text. Schreib rein, was auf dem Bild zu sehen ist, also “Neues Bad mit bodengleicher Dusche in Potsdam” statt “IMG_4711”. Und das Handyfoto mit mehreren Megabyte verkleinerst du, bevor es hochgeladen wird, sonst kann es die Seite ausbremsen.

Nach Änderungen genauer hinschauen

Geht die Kurve nach unten, liegt die Ursache manchmal auf deiner eigenen Seite, etwa bei einem neuen Menü, einem Umzug auf eine andere Domain oder einem neuen Plugin. Schau nach so einem Eingriff in den Wochen danach in den Bericht zur Seitenindexierung und auf die Klicks der betroffenen Seiten. Schreib dir solche Änderungen mit Datum auf, dann kannst du Ausschläge in der Kurve später zuordnen.

Was ich bei der Suchmaschinenoptimierung übernehme, steht auf der Leistungsseite SEO. Wie deine Website neben Google auch in Google Maps und in KI-Antworten auftaucht, zeigt der Beitrag Digitale Sichtbarkeit prüfen und steigern.

Häufige Fragen

Was ist der Sichtbarkeitsindex?

Eine Kennzahl von Sistrix, die die Rankings einer Domain in eine Zahl umrechnet. Damit vergleichst du dich mit Wettbewerbern und siehst, ob die Kurve steigt oder fällt.

Brauche ich für mehr Website-Sichtbarkeit neue Inhalte?

Nein, nicht als Erstes. Prüf vorher, ob deine bestehenden Seiten im Index sind und ob zwei davon um denselben Suchbegriff konkurrieren. Neue Inhalte lohnen sich für Fragen deiner Kunden, auf die deine Website noch keine Antwort hat.

Wie lange dauert es, bis Änderungen an der Website wirken?

Das lässt sich nicht pauschal sagen. Google muss eine geänderte Seite erst neu abrufen und bewerten. In der Search Console kannst du für einzelne Adressen über die URL-Prüfung eine erneute Indexierung beantragen.

Was sind interne Links?

Links von einer Seite deiner Website auf eine andere Seite derselben Website, etwa vom Ratgeber auf die passende Leistungsseite. Sie helfen Besuchern beim Weiterlesen und zeigen Google, welche Seiten zusammengehören.

Was ist eine XML-Sitemap?

Eine Datei mit den Adressen deiner Seiten, die Google kennen soll. WordPress legt sie seit Version 5.5 selbst an, andere Systeme über eine Einstellung oder ein Plugin. Du reichst sie in der Search Console unter „Sitemaps“ ein und siehst dort, wie viele Adressen Google gelesen hat.

Welche Meta-Tags sind für Google wichtig?

Vor allem Title und Meta-Description, weil Google sie im Suchergebnis anzeigen kann. Das Meta-Robots-Tag entscheidet, ob eine Seite in den Index darf. Das Feld für Meta-Keywords wertet Google nicht aus, das kannst du dir sparen.

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