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Erstgespräch

Marketing und Strategie

Onlinemarketing für Betriebe, Definition und wie die Kanäle zusammenspielen

Onlinemarketing umfasst alle Marketingmaßnahmen, die über das Internet laufen, also Website, Suchmaschinen, Social Media, E-Mail, Messenger und Werbung auf Online-Plattformen. Anders als klassische Werbung ist es messbar, und Kunden können direkt reagieren, zum Beispiel mit einer Anfrage oder einem Kauf.

Michael FeikeVeröffentlicht aktualisiert 3 Minuten Lesezeit

Ein Team tauscht sich am Besprechungstisch über Strategien im Onlinemarketing aus.
KI-generiert

Du hast eine Website, bist vielleicht auf Instagram, hast mal Google Ads ausprobiert und bekommst ab und zu eine Anfrage über das Kontaktformular. Das ist schon Onlinemarketing, aber eher eine lose Sammlung als das, was es sein könnte.

Was ist Onlinemarketing?

Onlinemarketing ist alles, was du im Internet machst, damit Kunden dich finden und sich bei dir melden. Das Gabler Wirtschaftslexikon nennt es eine Form der Marketingkommunikation über digitale Kanäle. Im Alltag eines Betriebs sind das vor allem die Website, Google, Social Media, E-Mail und WhatsApp.

Zwei Dinge unterscheiden Onlinemarketing von einer Zeitungsanzeige oder einem Plakat. Es ist messbar, du siehst also, wie viele Leute deine Seite besucht haben und wie viele davon angefragt haben. Und Kunden können direkt reagieren, mit einem Klick, einer Nachricht oder einem Anruf.

Welche Kanäle gehören zum Onlinemarketing?

Kanal Wofür er da ist
Website die Zentrale, auf der alle anderen Kanäle landen
SEO gefunden werden, wenn jemand bei Google nach deinem Angebot sucht
Google Ads mit bezahlten Anzeigen bei Google erscheinen, ab dem ersten Tag
Social Media Wiedererkennung und Reichweite, gerade wenn man dein Angebot sehen muss
Werbung bei Meta und LinkedIn gezielt Leute ansprechen, die noch nicht nach dir suchen
E-Mail und Newsletter Kontakt zu Kunden halten, die schon da sind
WhatsApp schnelle Antworten auf Anfragen, Termine, Erinnerungen
KI-Assistenten wie ChatGPT gefunden werden, wenn jemand die KI nach einem Anbieter fragt
Werbung in ChatGPT bezahlt unter der Antwort erscheinen, wenn jemand ChatGPT nach einer Lösung fragt

Marketingleute schauen sich gemeinsam Berichte und Diagramme an.

Am einfachsten sortierst du die Kanäle nach ihrer Aufgabe. Über SEO, Google Ads und Werbung auf Social Media kommen neue Leute zu dir, über E-Mail und WhatsApp bleibst du mit ihnen in Kontakt, und auf der Website wird aus einem Besucher eine Anfrage.

Wie hängen die Kanäle zusammen?

Nimm als Beispiel eine Physiotherapiepraxis, die bei Google gefunden wird, weil sie Seiten zu ihren Behandlungen hat. Die Besucherin liest, schaut sich die Bewertungen an und schreibt über WhatsApp, ob es noch Termine gibt. Nach der Behandlung bekommt sie eine Erinnerung für den nächsten Termin und später den Newsletter mit Übungen für zu Hause.

Kein einzelner Kanal hätte das allein geschafft. Sie kam über Google, hat sich auf der Website und in den Bewertungen überzeugt, über WhatsApp ging die Frage leichter als per Anruf, und über den Newsletter bleibt sie dran.

Mit welchem Kanal startest du?

  1. Ziel festlegen. Zum Beispiel mehr Anfragen, mehr Verkäufe im Shop oder mehr Bewerbungen. Danach richtest du später aus, welcher Kanal sich lohnt.
  2. Die Website in Ordnung bringen. Sie muss auf dem Handy funktionieren, klar sagen, was du machst, und den Weg zur Anfrage leicht machen. Alle anderen Kanäle führen hierher.
  3. Einen Kanal für neue Kunden wählen. Suchen deine Kunden aktiv nach dir, nimm SEO und eventuell Google Ads. Muss man dein Angebot erst sehen, eher Social Media.
  4. Messen. Richte ein, dass du siehst, woher jede Anfrage kommt.
  5. Erst ausbauen, wenn es läuft. Wenn du beim ersten Kanal siehst, woher die Anfragen kommen, weißt du auch, ob sich ein zweiter lohnt.

Prüf dabei auch, wie schnell eine Anfrage bei dir beantwortet wird und wer das macht.

Infografik zu Onlinemarketing-Kanälen und ihrer Wirkung

Welche Zahlen zeigen dir, ob Onlinemarketing Kunden bringt?

Die Zahl der Anfragen und Aufträge. Klicks, Reichweite und Follower sind Zwischenschritte, die dir zeigen, wo es hakt. Die Kennzahlen, die du kennen solltest, sind die Klickrate (welcher Anteil der Leute, die deine Anzeige oder deinen Eintrag sehen, klickt), die Conversion-Rate (welcher Anteil der Besucher anfragt oder kauft) und die Kosten pro Neukunde. Was davon bei bezahlter Werbung zählt, steht im Beitrag Performance Marketing erklärt.

Wer behält alle Kanäle im Blick?

Damit die Kanäle wie im Beispiel der Praxis zusammenspielen, braucht es jemanden, der alle im Blick hat. Bei meinen Kunden bin ich das. Was dazugehört, steht unter Online-Marketing für den Mittelstand.

Häufige Fragen

Was ist Onlinemarketing in einem Satz?

Onlinemarketing ist alles, was ein Unternehmen im Internet tut, damit Kunden es finden, ihm vertrauen und bei ihm kaufen.

Ist Onlinemarketing dasselbe wie Online-Werbung?

Nein. Bezahlte Werbung ist nur ein Teil davon. Dazu gehören auch die eigene Website, SEO, Social Media, E-Mail und der Kontakt über WhatsApp.

Wie viele Kanäle sollte ein Mittelständler bespielen?

So viele, wie er dauerhaft gut betreuen kann. Eine gute Website mit SEO und ein, zwei weitere Kanäle, auf denen die eigenen Kunden unterwegs sind, sind ein solider Anfang.

Ist digitales Marketing dasselbe wie Onlinemarketing?

Im Alltag ja, die beiden Begriffe werden gleich verwendet. Genau genommen ist digitales Marketing etwas weiter gefasst, weil auch digitale Kanäle ohne Internet dazuzählen, etwa SMS oder Bildschirme im Laden. Für deine Planung macht der Unterschied kaum etwas aus.

Was ist Inbound-Marketing?

Inbound-Marketing heißt, dass Kunden von sich aus zu dir kommen, weil sie bei Google oder auf Social Media auf Inhalte stoßen, die ihre Frage beantworten. Ratgebertexte, Videos und ein gepflegtes Google-Profil gehören dazu. Das Gegenstück ist Werbung, die Leute anspricht, bevor sie suchen.

Was ist Omnichannel-Marketing?

Deine Kanäle sind so verbunden, dass ein Kunde wechseln kann, ohne von vorn anzufangen. Wer erst das Formular ausfüllt und dann per WhatsApp nachfragt, muss nicht alles noch mal erklären, weil beide Nachrichten an einer Stelle landen.

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