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Erstgespräch

Marketing und Strategie

Markenaufbau online, digitales Branding für den Mittelstand

Markenaufbau online, auch digitales Branding genannt, heißt, dass dein Unternehmen auf Website, Google, Social Media und in jeder Nachricht gleich aussieht, gleich klingt und für dasselbe steht. Dazu gehören ein klares Versprechen, ein erkennbares Erscheinungsbild und ein Ton, der zu dir passt.

Michael FeikeVeröffentlicht aktualisiert 3 Minuten Lesezeit

Illustration zum Markenaufbau online
KI-generiert

Ein Kunde sieht deine Anzeige bei Instagram, landet auf einer Website, die ganz anders aussieht, und bekommt dann ein Angebot in einer Schrift und einem Ton, der zu keinem von beidem passt. Jeder Teil für sich ist vielleicht in Ordnung. Zusammen wirkt es, als hätte er es mit drei verschiedenen Firmen zu tun.

Was gehört zu einer Marke?

Für einen Mittelständler gehören vor allem vier Dinge zu einer Marke:

  • Ein klares Versprechen. Ein Satz, der sagt, was du für wen machst und warum man zu dir kommen soll.
  • Ein erkennbares Erscheinungsbild. Logo, Farben, Schrift und Bildsprache, überall gleich.
  • Ein eigener Ton. Ob du duzt oder siezt, locker oder förmlich sprichst, das gilt für Website, Social Media, E-Mails und Angebote.
  • Gesichter. Bei inhabergeführten Betrieben ist der Chef selbst ein Teil der Marke. Echte Fotos von dir und deinem Team wirken anders als Bilder aus der Bilddatenbank.

Infografik zu den Bausteinen von digitalem Branding

Auf welchen Kanälen baust du die Marke auf?

Kanal Was er für die Marke tut Worauf du achten musst
Website zeigt, wer du bist und was du machst dein Versprechen gehört ganz nach oben
Google-Unternehmensprofil erster Eindruck bei der Suche Fotos, Bewertungen und Antworten darauf
Social Media Wiedererkennung über regelmäßige Beiträge ein, zwei Kanäle, dort aber dauerhaft
E-Mail und WhatsApp Kontakt zu bestehenden Kunden derselbe Ton wie überall sonst
Angebote und Rechnungen der Teil, den jeder Kunde sicher sieht gleiche Gestaltung wie die Website

Angebote und Rechnungen werden beim Markenaufbau leicht vergessen. Dabei liest sie jeder Kunde, und ein lieblos gestaltetes Angebot nach einer schönen Website passt nicht zusammen.

Auch KI-Assistenten wie ChatGPT gehören inzwischen dazu. Wenn jemand dort nach einem Anbieter wie dir fragt, setzt die KI ihr Bild aus dem zusammen, was im Netz über dich steht. Je einheitlicher deine Angaben überall sind, desto eher stimmt dieses Bild. Mehr dazu unter GEO für ChatGPT und Co.

In welcher Reihenfolge baust du die Marke auf?

  1. Das Versprechen aufschreiben. Ein Satz, was du für wen machst. Frag ein paar Kunden, warum sie bei dir gekauft haben, vielleicht steckt die Antwort darin.
  2. Bestandsaufnahme machen. Leg Website, Social-Media-Profile, Google-Profil, ein Angebot und eine E-Mail nebeneinander und markier, was nicht zusammenpasst.
  3. Regeln festhalten. Logo, Farben, Schrift, Duzen oder Siezen, ein paar Beispielsätze. Eine Seite reicht, Hauptsache alle im Betrieb kennen sie.
  4. Die wichtigsten Stellen angleichen. Website und Google-Profil zuerst, weil Kunden dich dort früh sehen. Danach Angebote und E-Mail-Vorlagen.
  5. Dranbleiben. Wiedererkennung entsteht durch Wiederholung. Ein neues Design alle paar Monate macht das schwerer.

Ein Kreativteam arbeitet in einem Workshop an der Markenidentität.

Was schadet einer Marke online?

  • Jeder Kanal sieht anders aus. Weil die Website von einer Agentur kommt, Social Media von einer anderen und die Angebote aus dem Büro.
  • Versprechen, die nicht gehalten werden. “Antwort in 24 Stunden” auf der Website, und dann meldet sich drei Tage keiner.
  • Keine Reaktion auf Bewertungen. Eine sachliche Antwort auf eine schlechte Bewertung sagt viel über dich.
  • Zu viele Kanäle. Ein Profil, auf dem seit Monaten nichts passiert, kann wirken, als gäbe es dich nicht mehr.

Wie passt das zusammen, wenn mehrere Dienstleister dran arbeiten?

Hier liegt in manchen Betrieben das eigentliche Problem. Die Website macht eine Agentur, die Werbung eine andere, Social Media ein Freelancer, und jeder arbeitet mit seinem eigenen Stil. Damit eine Marke daraus wird, braucht es jemanden, der die Regeln festhält und darauf achtet, dass alle sich daran halten.

Als externer Marketingleiter schreib ich die Regeln für deine Marke auf und schau bei jedem Dienstleister drauf, ob sie eingehalten werden. Die einzelnen Leistungen dazu findest du unter Online-Marketing für den Mittelstand.

Häufige Fragen

Was ist digitales Branding?

Der Aufbau einer Marke über digitale Kanäle wie Website, Google, Social Media und E-Mail. Ziel ist, dass Kunden dich überall wiedererkennen und wissen, wofür du stehst.

Braucht ein Mittelständler überhaupt eine Marke?

Ja. Kunden haben sowieso ein Bild von dir, und mit einer Marke bestimmst du mit, wie es aussieht.

Ist das Gesicht des Inhabers Teil der Marke?

Ja, bei inhabergeführten Betrieben gehört es dazu. Ein Foto vom Chef auf der Website und ein paar Beiträge von ihm auf LinkedIn können mehr Vertrauen schaffen als ein Hochglanzbild aus der Bilddatenbank.

Wie lange dauert Markenaufbau?

Es gibt keinen festen Zeitpunkt, an dem eine Marke fertig ist. Je länger du gleich auftrittst, desto eher erkennen dich Leute wieder.

Was ist der Unterschied zwischen Marke und Logo?

Das Logo ist ein Zeichen, an dem man dich erkennt. Die Marke ist das Bild, das Kunden von dir im Kopf haben, und dazu gehören auch dein Ton, dein Versprechen und wie es sich anfühlt, mit dir zu arbeiten. Ein neues Logo allein ändert an diesem Bild wenig.

Wie messe ich, ob meine Marke bekannter wird?

Ein guter Hinweis sind Suchanfragen nach deinem Firmennamen, die siehst du in der Google Search Console. Dazu kommen die Aufrufe deines Google-Unternehmensprofils und die Antworten neuer Kunden auf die Frage, woher sie dich kennen.

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