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Erstgespräch

Marketing und Strategie

Performance Marketing erklärt, mit einem Beispiel aus dem Mittelstand

Performance Marketing ist Werbung, bei der jeder Euro einem messbaren Ergebnis zugeordnet wird, also Klicks, Anfragen oder Verkäufen. Du zahlst pro Klick oder pro Abschluss und siehst laufend, welche Anzeige was bringt. Typische Kanäle sind Google Ads, Werbung bei Meta und auf LinkedIn.

Michael FeikeVeröffentlicht aktualisiert 4 Minuten Lesezeit

Eine Geschäftsfrau sitzt an ihrem Schreibtisch und schaut sich die Zahlen ihrer Werbung an.
KI-generiert

Du schaltest Werbung, die Agentur schickt dir jeden Monat einen Bericht mit Klicks und Reichweite, und am Ende weißt du trotzdem nicht, ob daraus ein einziger Auftrag entstanden ist. Beim Performance Marketing ist das anders. Jeder Euro wird einem Ergebnis zugeordnet, und du siehst, was er gebracht hat.

Was ist Performance Marketing?

Performance Marketing ist Werbung, deren Erfolg du in Zahlen misst. Du zahlst nach Leistung, zum Beispiel pro Klick (CPC, Cost per Click) oder pro Abschluss (CPA, Cost per Acquisition), und kannst Anfragen den Anzeigen zuordnen, soweit die Messung steht.

Im engen Sinn sind damit die bezahlten Kanäle gemeint, also Google Ads, Werbung bei Meta oder LinkedIn und Affiliate-Programme. Ich zähl alles dazu, was sich messen lässt, also auch SEO und E-Mail. Für deinen Betrieb ist das praktischer, denn ein Kunde sieht vielleicht erst deine Anzeige und ruft dich Wochen später über Google an.

Performance Marketing Klassische Werbung
Abrechnung pro Klick oder Abschluss pro Reichweite oder Zeitraum
Messbarkeit Anfragen einer Anzeige zuordenbar kaum messbar
Anpassen laufend möglich erst bei der nächsten Schaltung

Infografik zum Vergleich von Performance Marketing und klassischem Marketing

Ein Beispiel aus dem Handwerk

Ein Sanitärbetrieb will mehr Aufträge für Badsanierungen in seiner Region. Er schaltet Google Ads auf Suchbegriffe wie “Bad sanieren” plus Stadtname. Die Anzeige führt auf eine eigene Seite nur für Badsanierung, mit Fotos, einem kurzen Ablauf und einem Formular.

Angenommen, ein Klick kostet ihn 2 Euro, und von 50 Besuchern fragt einer an. Dann kostet ihn eine Anfrage 100 Euro. Wird aus jeder vierten Anfrage ein Auftrag, kostet ihn ein Auftrag 400 Euro. Ob sich das rechnet, hängt davon ab, was eine Badsanierung ihm einbringt. Die Zahlen sind hier nur angenommen, bei dir sehen sie anders aus.

Richtig interessant wird es, wenn er nachsteuert. Verbessert er die Seite so, dass jetzt zwei von 50 Besuchern anfragen, halbieren sich die Kosten pro Anfrage, ohne dass er mehr für Werbung ausgibt. Und meldet er sich auf jede Anfrage schnell zurück, steigt die Chance, dass daraus ein Auftrag wird.

Ein Handwerksunternehmer schaut sich die Auswertung seiner Online-Anzeigen an.

Welche Kennzahlen zählen?

  • Klickrate (CTR). Wie viele der Leute, die deine Anzeige sehen, klicken. Zeigt, ob die Anzeige anspricht.
  • Kosten pro Klick (CPC). Was dich ein Besucher kostet.
  • Kosten pro Anfrage oder Abschluss (CPA). Was dich eine Anfrage oder ein Auftrag kostet. Das ist die Zahl, auf die es ankommt.
  • Return on Ad Spend (ROAS). Wie viel Umsatz pro Werbe-Euro zurückkommt.
  • Kundenwert (CLV). Was ein Kunde dir über die ganze Zeit bringt, nicht nur beim ersten Auftrag.

Ein typischer Fehler ist, bei den Klicks aufzuhören. Die Agentur misst Klicks, das Büro bekommt Anfragen, und dazwischen schaut keiner nach, welche Anfrage von welcher Anzeige kam.

Wie fängst du an?

  1. Ziel festlegen. Was soll rauskommen, Anfragen, Terminbuchungen oder Verkäufe im Shop?
  2. Messung einrichten. Bevor die erste Anzeige läuft, muss klar sein, wie eine Anfrage gezählt wird, also Formular, Anruf oder WhatsApp.
  3. Klein testen. Ein Kanal, ein Angebot, ein begrenztes Budget. Nach ein paar Wochen siehst du, was eine Anfrage kostet.
  4. Nachsteuern. Anzeigen, die nichts bringen, abschalten. Die Zielseite verbessern. Das Budget dorthin, wo Anfragen günstig reinkommen.
  5. Was nach der Anfrage passiert, mitdenken. Eine Anfrage, auf die keiner antwortet, ist bezahlt und verloren.

Was gibt es zu beachten?

Bei Performance Max oder Smart Bidding entscheidet Google selbst, wo deine Anzeige läuft und was du pro Klick bietest. Das spart dir Arbeit, aber du siehst weniger. Schau deshalb regelmäßig in die Suchbegriffe und Platzierungen und schließ aus, was nicht zu dir passt.

Beim Tracking spielen Datenschutz und Einwilligung eine Rolle. Ohne Einwilligung der Besucher darfst du viele Daten nicht erfassen, und deine Zahlen werden lückenhafter. Umso wichtiger sind eigene Daten, also Anfragen, die du selbst zählst, und Kunden, die du selbst kennst.

Und nur auf Klicks zu setzen reicht auf Dauer nicht. Wer deinen Namen noch nie gehört hat, klickt vielleicht eher beim Wettbewerber, den er schon kennt.

Was passiert mit den Anfragen, die schon da sind?

Wenn mich ein Kunde fragt, ob er mehr Budget in Google Ads stecken soll, will ich erst wissen, was mit den Anfragen passiert, die jetzt schon reinkommen. Ich schau, wer sich meldet, wie schnell, und ob einer nachfasst, wenn keine Antwort kommt. Genau dafür ist das Anfrage-System mit KI da, das sich in unter 3 Minuten bei jeder Anfrage zurückmeldet.

Wie Online-Marketing insgesamt zusammenhängt, steht unter Online-Marketing für den Mittelstand.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Performance Marketing und klassischer Werbung?

Bei klassischer Werbung wie einer Zeitungsanzeige zahlst du für die Reichweite und weißt hinterher kaum, was sie gebracht hat. Beim Performance Marketing zahlst du pro Klick oder Abschluss und siehst, welche Anzeige welche Anfrage gebracht hat.

Welche Kanäle gehören zum Performance Marketing?

Im engen Sinn bezahlte Kanäle wie Google Ads, Werbung bei Meta oder LinkedIn und Affiliate-Programme. Im weiten Sinn zählen alle messbaren Kanäle dazu, also auch SEO und E-Mail-Marketing.

Lohnt sich Performance Marketing für kleine Betriebe?

Ja, wenn du messen kannst, was danach passiert. Du kannst mit einem überschaubaren Betrag testen und aufhören, wenn eine Anzeige nichts bringt. Ohne Messung bis zur Anfrage zahlst du aber nur für Klicks.

Welche Kennzahl ist die wichtigste?

Die Kosten pro Anfrage oder pro Auftrag. Klicks und Klickraten sind Zwischenschritte. Am Ende zählt, was dich ein neuer Kunde gekostet hat und was er dir bringt.

Was ist Conversion-Tracking?

Die Messung, ob ein Klick auf deine Anzeige zu einer Anfrage oder einem Kauf geführt hat. Dafür meldet zum Beispiel die Danke-Seite nach dem Formular oder ein Klick auf deine Telefonnummer das Ergebnis an Google Ads oder Meta zurück. Erst damit kannst du die Kosten pro Anfrage je Anzeige ausrechnen.

Wie viel Budget brauche ich, um eine Anzeige zu testen?

So viel, dass im Testzeitraum genug Klicks zusammenkommen, um ein paar Anfragen erwarten zu können. Was ein Klick bei deinen Suchbegriffen ungefähr kostet, zeigt dir der Keyword-Planer in Google Ads. Davon rechnest du rückwärts, mit dem Anteil der Besucher, der bei dir realistisch anfragt.

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