Zum Inhalt springen
Erstgespräch

Marketing und Strategie

Checkliste Online-Marketing für KMU, sieben Schritte zum Abhaken

Eine Online-Marketing-Checkliste für KMU geht sieben Punkte der Reihe nach durch, also Ziel und Zielgruppe, Website, Messung, Google-Unternehmensprofil, den ersten Kanal, die Bearbeitung der Anfragen und einen festen Termin für die Auswertung. Solange die ersten drei Punkte offen sind, kann ein Teil des Werbebudgets verpuffen, ohne dass du es merkst.

Michael FeikeVeröffentlicht aktualisiert 4 Minuten Lesezeit

Fünf Menschen stehen als Silhouetten in einem Kreis aus Lichtlinien auf einem dunklen Boden.
KI-generiert

Eine Anzeige, die auf eine Startseite ohne erkennbaren Kontaktweg führt, oder eine Anfrage, die keiner zählt, kostet Geld, ohne dass es im Alltag auffällt. Diese Checkliste Online-Marketing für KMU ordnet die Grundlagen so, wie sie aufeinander aufbauen, vom Ziel über Website und Messung bis zur monatlichen Auswertung. Was du nicht abhaken kannst, ist deine Aufgabenliste für die nächsten Wochen. Welche Maßnahmen es überhaupt gibt und wie du daraus einen Plan machst, steht im Beitrag Online-Marketing-Maßnahmen auswählen.

1. Ziel und Zielgruppe sind aufgeschrieben

Ohne Ziel kannst du später nicht sagen, ob sich eine Maßnahme gelohnt hat. Schreib es so konkret auf, dass ein Mitarbeiter es ohne Rückfrage versteht.

  • Du weißt, was am Ende rauskommen soll, also Anfragen, Terminbuchungen, Bewerbungen oder Verkäufe im Shop.
  • Deine zwei oder drei wichtigsten Kundengruppen kannst du in je einem Satz beschreiben.
  • Du kennst die Worte, mit denen diese Kunden nach deinem Angebot suchen. Frag im Zweifel deine letzten fünf Neukunden.
  • Du weißt ungefähr, was dir ein Auftrag einbringt. Daran hängt später, was eine Anfrage kosten darf.

2. Die Website ist bereit für Besucher

Jede Maßnahme schickt Leute auf deine Website. Finden die Besucher dort nicht, was sie suchen, kann der ganze Aufwand davor umsonst sein.

  • Jede Leistung hat eine eigene Seite, auf der steht, was du machst, für wen und in welcher Region.
  • Telefonnummer, Formular und, wenn du es nutzt, WhatsApp sind auf dem Smartphone mit einem Tipp erreichbar.
  • PageSpeed Insights zeigt für die mobile Version keine roten Werte bei den Core Web Vitals.
  • Eine Testanfrage über das Formular kommt bei dir an, und zwar im richtigen Postfach.
  • Impressum und Datenschutzerklärung sind aktuell und nennen die Werkzeuge, die du tatsächlich einsetzt.

Was du an einer bestehenden Website verbesserst, bevor du eine neue baust, steht im Beitrag Webdesign-Optimierung.

3. Du kannst messen, woher Anfragen kommen

Dieser Schritt ist unbequem, man schiebt ihn leicht auf. Er ist aber die Voraussetzung dafür, dass du in Schritt sieben echte Zahlen nebeneinanderlegen kannst.

  • Die Google Search Console ist eingerichtet und mit deiner Website verbunden.
  • Ein Analyse-Werkzeug läuft, und Analyse- und Werbe-Cookies werden erst nach der Einwilligung des Besuchers gesetzt.
  • Formularabsendungen und Klicks auf die Telefonnummer werden als Ziel gezählt.
  • Neue Kunden werden gefragt, wie sie auf dich gekommen sind, und die Antwort landet in einer Liste.
  • Die Ausgangswerte sind notiert, mindestens Anfragen pro Monat und Klicks aus der Google-Suche.

4. Das Google-Unternehmensprofil ist vollständig

Wer in einer Region verkauft, wird über Google Maps und die lokale Suche gefunden. Verkaufst du bundesweit ohne Ladengeschäft, kannst du diesen Schritt kurz halten.

  • Du hast das Profil beansprucht und kannst es selbst bearbeiten.
  • Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten passen zu den Angaben auf deiner Website.
  • Im Profil sind Fotos aus den letzten Monaten zu sehen, und neue Bewertungen werden beantwortet.

Wie du deine Auffindbarkeit bei Google, in Maps und in KI-Antworten im Einzelnen prüfst, steht in der Checkliste digitale Sichtbarkeit.

5. Ein Kanal ist ausgewählt und hat einen Zuständigen

Fang mit einem Kanal an, den du dauerhaft betreuen kannst. Ein zweiter kommt dazu, wenn der erste läuft.

  • Der erste Kanal steht fest, zum Beispiel SEO, Google Ads, Werbung bei Meta, LinkedIn oder ein Newsletter.
  • Die Wahl passt zu dem, was du in Schritt eins über deine Kunden aufgeschrieben hast.
  • Für den Kanal ist eine Person zuständig, mit einer festen Zahl an Stunden pro Monat.
  • Für bezahlte Kanäle sind Monatsbudget und Testzeitraum festgelegt.
  • Anzeigen führen auf die passende Unterseite, nie pauschal auf die Startseite.

6. Jede Anfrage bekommt eine Antwort

Eine Anfrage, die liegen bleibt, hast du schon bezahlt, mit Werbegeld oder mit der Arbeit an deiner Website. Deshalb gehört die Bearbeitung mit auf die Liste.

  • Es ist festgelegt, wer Anfragen beantwortet, auch abends und am Wochenende.
  • Alle Anfragen landen an einer Stelle, nicht verteilt auf drei Postfächer und zwei Handys.
  • Meldet sich ein Interessent nach deiner ersten Antwort nicht mehr, fasst jemand nach einem festen Rhythmus nach.
  • Aus jeder Anfrage wird notiert, was daraus geworden ist, Termin, Angebot, Auftrag oder Absage.

Das lässt sich auch automatisieren. Beim Anfrage-System mit KI meldet sich meine KI in unter 3 Minuten per WhatsApp beim Interessenten und bucht mit ihm den Termin.

7. Ein fester Termin für die Auswertung steht im Kalender

Anzeigenpreise, Suchbegriffe und dein eigenes Angebot ändern sich übers Jahr. Mit einem festen Termin fällt dir das auf, solange es noch klein ist.

  • Einmal im Monat schaust du dir Anfragen, Kosten pro Anfrage und die Klicks in der Search Console an.
  • Einmal im Quartal entscheidest du für jeden Kanal, ob er bleibt, ausgebaut oder abgeschaltet wird.
  • Was du bei der Auswertung entscheidest, trägst du in deinen Maßnahmenplan für das nächste Quartal ein.

Bleiben nach dem Abhaken mehr offene Punkte als Zeit, kannst du einzelne Schritte abgeben. Für welche Schritte du dir bei mir Hilfe holen kannst, zeigt meine Leistungsübersicht.

Häufige Fragen

Für wen ist die Checkliste gedacht?

Für Inhaber kleiner und mittlerer Betriebe, die ihr Online-Marketing selbst oder mit einem Mitarbeiter nebenbei betreuen und prüfen wollen, ob die Grundlagen stehen, bevor sie Anzeigen schalten oder einen Dienstleister beauftragen.

Muss ich die sieben Schritte der Reihe nach abarbeiten?

Nein, nicht alle. Die ersten drei gehören an den Anfang, weil sich ohne Ziel, funktionierende Website und Messung kaum sagen lässt, was die übrigen bringen. Schritt vier kannst du kurz halten, wenn du nicht in einer bestimmten Region verkaufst.

Wie oft sollte ich die Checkliste durchgehen?

Einmal im Jahr komplett und zusätzlich nach jeder größeren Änderung, etwa einer neuen Website oder einem neuen Angebot. Schritt sieben ist ohnehin ein Termin, der jeden Monat wiederkommt.

Ersetzt die Checkliste eine Marketingstrategie?

Nein. Sie prüft, ob die Grundlagen stehen. Welche Maßnahmen du darauf aufbaust und in welcher Reihenfolge, hängt vom Wert deiner Aufträge und vom Suchverhalten deiner Kunden ab.

Was mache ich, wenn meine Testanfrage nicht ankommt?

Schau zuerst in den Spam-Ordner und prüf, an welche Adresse das Formular die Nachricht schickt. Kommt dort auch nichts an, liegt es vielleicht am Mailversand der Website. Dann sollte dein Webdesigner oder Hoster prüfen, ob die Mails über ein richtiges Postfach (SMTP) rausgehen.

Passende Artikel