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Erstgespräch

Marketing und Strategie

Digitale Strategie im Unternehmen, Definition und Umsetzung

Eine digitale Strategie legt fest, wie ein Unternehmen digitale Werkzeuge einsetzt, um seine Ziele zu erreichen. Für einen Mittelständler geht es vor allem darum, wie Kunden ihn online finden, wie aus einer Anfrage ein Auftrag wird und welche Abläufe im Betrieb digital oder mit KI leichter werden.

Michael FeikeVeröffentlicht aktualisiert 3 Minuten Lesezeit

Illustration zur digitalen Strategie eines Unternehmens
KI-generiert

Du hast eine Website, vielleicht einen Instagram-Account, ein paar Programme im Büro, und irgendwer hat dir erzählt, dass du jetzt auch noch was mit KI machen musst. Was fehlt, ist der Plan, wie das alles zusammenhängt und was davon zuerst drankommt. Genau das ist eine digitale Strategie.

Was ist eine digitale Strategie?

Die Definition ist kurz. Eine digitale Strategie, auch digitale Unternehmensstrategie genannt, legt fest, wie dein Unternehmen digitale Werkzeuge einsetzt, um seine Ziele zu erreichen. Am Anfang steht deshalb die Frage, was du erreichen willst, also mehr Anfragen, weniger Arbeit per Hand oder weniger Fehler. Erst dann geht es darum, welche Werkzeuge dafür passen.

Für einen Mittelständler sind drei Bereiche wichtig:

  • Gefunden werden. Wie Kunden dich bei Google, in ChatGPT und auf Social Media finden.
  • Aus Anfragen Aufträge machen. Was passiert, wenn jemand anfragt, wie schnell geantwortet wird und wer nachfasst.
  • Abläufe im Betrieb. Welche Arbeit per Hand läuft und digital oder mit KI leichter würde, etwa Angebote, Termine oder Rechnungen.

Übersichtsgrafik zur digitalen Strategie

Digitale Strategie oder Digitalisierung?

Die beiden Wörter werden gern durcheinandergeworfen. Digitalisierung heißt, einen einzelnen Ablauf digital zu machen, zum Beispiel Rechnungen als PDF statt auf Papier oder Termine über einen Online-Kalender. Die digitale Strategie entscheidet vorher, welche Abläufe sich überhaupt lohnen und in welcher Reihenfolge du sie angehst.

Ohne Strategie kauft sich jede Abteilung ihr eigenes Programm, keins redet mit dem anderen, und am Ende tippt jemand die Daten von einem System ins nächste.

Wie setzt du eine digitale Strategie um?

  1. Ziele festlegen. Zwei oder drei, die man messen kann, zum Beispiel mehr Anfragen über die Website oder weniger Zeit für Angebote.
  2. Bestandsaufnahme machen. Schreib auf, welche Werkzeuge du heute nutzt, wo es hakt und wo doppelt gearbeitet wird. Frag dabei die Leute, die die Arbeit machen.
  3. Reihenfolge festlegen. Fang dort an, wo wenig Aufwand viel bringt, zum Beispiel beim Weg einer Anfrage vom ersten Kontakt bis zum Termin.
  4. Klein starten. Ein Ablauf, ein Werkzeug, ein paar Wochen ausprobieren. Was funktioniert, wird ausgebaut.
  5. Messen und nachsteuern. Schau regelmäßig, ob die Ziele aus Schritt 1 näher rücken. Wenn nicht, ändere die Reihenfolge.

Die Strategie muss nicht in Stein gemeißelt sein. Neue Werkzeuge kommen dazu, vor allem bei KI ändert sich gerade viel, und dann passt du den Plan an.

Gemeinsam digitale Kompetenzen im Team entwickeln

Welche Rolle spielt KI dabei?

KI ist ein Werkzeug innerhalb der Strategie. Sinnvoll ist sie dort, wo sich Arbeit wiederholt, also beim Beantworten von Anfragen, beim Vereinbaren von Terminen, bei Standardfragen am Telefon oder beim Vorbereiten von Texten. Was das konkret sein kann, steht auf der Seite KI-Automatisierung.

Bevor du KI einsetzt, sollte der Ablauf dahinter klar sein. Schreib ihn einmal Schritt für Schritt auf, so wie er heute läuft, und streich, was keiner braucht. Erst den Rest automatisierst du.

Warum versanden digitale Strategien im Alltag?

  • Kein Ziel. Es werden Werkzeuge gekauft, weil die Konkurrenz sie auch hat.
  • Zu viel auf einmal. Fünf Projekte parallel, und keins wird fertig.
  • Die Mitarbeiter sind nicht dabei. Ein neues System, das keiner nutzt, bringt nichts. Erklär, warum es kommt, und lass die Leute es ausprobieren, bevor es Pflicht wird.
  • Keiner ist zuständig. Wenn die Strategie nebenbei läuft, schläft sie ein.

Wer hilft dir bei der Umsetzung?

Eine Strategie kannst du allein aufschreiben. Schwierig wird es bei der Frage, welche Werkzeuge zu deinem Betrieb passen und was sich wirklich lohnt. In der KI-Beratung gehen wir zusammen durch, wo bei dir Arbeit per Hand läuft, von der Anfrage bis zur Rechnung, und legen fest, was zuerst kommt. Was zum Gefundenwerden gehört, findest du unter Online-Marketing für den Mittelstand.

Häufige Fragen

Was ist eine digitale Strategie?

Eine digitale Strategie ist der Plan, mit welchen digitalen Werkzeugen ein Unternehmen seine Ziele erreicht, von der Sichtbarkeit bei Google über den Umgang mit Anfragen bis zu den Abläufen im Betrieb.

Was ist der Unterschied zwischen digitaler Strategie und Digitalisierung?

Digitalisierung heißt, einen Ablauf digital zu machen, zum Beispiel Rechnungen als PDF statt auf Papier. Die digitale Strategie entscheidet vorher, welche Abläufe sich dafür lohnen und in welcher Reihenfolge.

Braucht ein kleines Unternehmen überhaupt eine digitale Strategie?

Ja, aber keine dicke Mappe. Eine Seite mit Zielen, den wichtigsten Baustellen und der Reihenfolge reicht für den Anfang.

Wer sollte die digitale Strategie im Unternehmen verantworten?

Die Geschäftsführung. Umsetzen können Mitarbeiter oder Dienstleister, aber die Entscheidung, was zuerst kommt, liegt beim Chef.

Was ist der Unterschied zwischen digitaler Strategie und Marketingstrategie?

Die Marketingstrategie legt fest, wie du Kunden gewinnst, also wen du ansprichst und über welche Kanäle. Die digitale Strategie reicht weiter und umfasst auch Abläufe im Betrieb wie Angebote, Termine oder Rechnungen. Das Online-Marketing ist ein Teil davon.

Was bedeutet digitale Transformation für einen Mittelständler?

Dass sich durch digitale Werkzeuge ändert, wie du mit Kunden arbeitest, zum Beispiel weil Termine online gebucht werden, Anfragen über WhatsApp kommen oder Angebote direkt aus der Kundendatenbank entstehen. Sie geht damit weiter als die Digitalisierung eines einzelnen Ablaufs.

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